Dieser prachtvolle Leuchter stammt aus Frankreich und wurde um 1839 von der Familie von Fischer und von Wattenwyl – der damaligen Hausherrschaft der Morillon-Villa – bei der renommierten Bronzefirma Denière in Paris in Auftrag gegeben.
Da die galvanische Vergoldung zu dieser Zeit noch unbekannt war, wurden sämtliche Bronzeteile feuervergoldet – ein aufwendiges und gefährliches Verfahren, bei dem eine Gold-Amalgamschicht unter Hitzeeinwirkung aufgetragen wurde. Diese Technik sorgt bis heute für den charakteristisch warmen Glanz und die aussergewöhnliche Haltbarkeit der Oberfläche.
Die Restaurierung des Leuchters gestaltete sich entsprechend anspruchsvoll: Mit einem Gewicht von rund 100 Kilogramm musste er direkt vor Ort sorgfältig zerlegt werden. Zahlreiche feine Bronzeteile, Schraubverbindungen und Glas-Elemente erforderten eine behutsame Behandlung, um den originalen Zustand zu bewahren. Heute erstrahlt der Leuchter wieder in seiner ursprünglichen Pracht und zeugt von der hohen Kunstfertigkeit französischer Bronzegiesser und dem Sinn für repräsentative Wohnkultur des 19. Jahrhunderts.




